Am 1. April fanden sich viele Interessierte im Kirchgemeindehaus in Zizers ein, um sich einerseits über die Entwicklung des Verkehrs generell zu informieren, anderseits um zu erfahren, wie die aktuelle Situation beim Ausweichverkehr durch die Dörfer steht. Neben dem Hauptreferent Michael Ruffner, Raum- und Verkehrsplaner, gaben auch der Regierungsratskandidat Roman Hug und der Grossratskandidat / Gemeinderat von Zizers Benjamin Hefti Auskunft.
Zu Beginn des Anlasses stellten sich die 11 Grossratskandidaten und Kandidatinnen der SVP Liste 3 Fünf Dörfer kurz vor.

Verkehrsentwicklung in den letzten 80 Jahren

Michael Ruffner zeigte mit Bildern und Statistiken eindrücklich auf, wie sich der Verkehr in den letzten 80 Jahren entwickelt hat, vom Fahrverbot in Graubünden über 160 Autos pro Tag im Jahr 1930 bis zur heutigen Überlastung unserer Infrastruktur. Es geht vor allem um die genutzten Spitzen an Wochenenden im Sommer und im Winter. Dabei sagte er aber auch klar, dass mit einem Grossausbau des Netzes nicht gerechnet werden darf, da dann die Staus einfach verlagert würden. Lösungen sieht er in einer gewissen Lenkung mit Reduktion der Geschwindigkeit unter Einbezug der Pannenstreifen.

Raumplanung – ein wichtiges Instrument
Regierungsratskandidat Roman Hug stellte sich den Fragen im Zusammenhang mit der Verkehrsentwicklung. Er äusserte sich dabei klar, dass wer Tourismus will, auch Verkehr tolerieren muss. Dabei weist er vor allem darauf hin, dass grundsätzlich bei der Raumplanung sich Fehlentwicklungen abzeichnen. Auch erachtet er es als wichtig, dass den Gemeinden wieder vermehrt Spielraum gelassen werden sollte und der Staat nur die Leitplanken legen sollte. Darüber hinaus sei es auch ganz wichtig, dass alle relevanten Parteien in der Regierung vertreten seien und nicht eine Partei die Mehrheit besitze. Für diese Korrektur in der Regierung trete er an.

Ausweichverkehr – Lösungsansätze in Sicht
Grossratskandidat und Gemeinderat von Zizers, Benjamin Hefti informierte, dass das Treffen mit dem ASTRA und mit Vertretern von Kanton und Regionen nach langem Warten stattgefunden habe. Es wird bereits an Osten ein Pilotversuch im Raume Rhäzüns/Bonaduz stattfinden. Bei dessen Erfolg, könnten diese Massnahmen zur Verkehrsentlastung unserer Region, speziell in Zizers, angewendet werden.

Am Schluss des Anlasses konnten sich die Teilnehmer noch bei einem Apero austauschen.

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